Inhalt:

Dieser Dokumentationsartikel erklärt, was "Remotedebugging" ist, wieso es ggf. nötig ist es zu machen und wie man es einrichtet.


Schritte:


Was ist Remotedebugging und wieso wird es benötigt?


Unter dem Begriff "Remotedebugging" versteht man, dass der Hersteller einer Software (bzw. dessen Entwickler) Zugriff auf das Programm direkt beim Anwender bekommen. Der große Unterschied zu Fernwartungsprogrammen wie Teamviewer, Anydesc, RDP, etc. ist jedoch, dass hier kein Zugriff auf den "Monitor", "Tastatur" und "Maus" stattfindet, sondern dieser viel tiefer geht. Das heißt der Entwickler kann "live" in das Programm sehen, während es läuft. Damit ist es möglich zu sehen, wieso intern während der Ausführung etwas nicht so läuft, wie es gewünscht ist. Dies ist oftmals nötig, wenn ein Fehler nicht beim Entwickler selbst reproduziert werden kann, beim Kunden jedoch reproduzierbar auftritt.


Wie richte ich es ein?


1. Remotedebugging Tools installieren

Laden Sie sich als erstes die Microsoft Remotedebugging Tools von der Microsoft herunter. marcos software benutzt intern die Entwicklungsumgebung "Visual Studio 2017" von Microsoft, insofern sind die Installer die Sie benötigen hier zu finden: 

Achtung: Microsoft bietet hier 3 Versionen an, jenachdem welchen Prozessor Sie in Ihrem Server auf dem unicorn 2 läuft eingebaut haben. In der Regel benötigen Sie die Version x64. (Anwender von ARM Chips und (älteren) 32 Bit Prozessoren wissen dies in der Regeln und wählen dann die Version x86 aus):


Führen Sie diesen nun mit Administratorrechten aus, d.h. "Rechtsklick -> Als Administrator ausführen" auswählen.



Sie müssen nun im Installer dem Lizenzvertrag von Microsoft zustimmen und danach diese installieren.


2. Remotedebugging Tools konfigurieren und starten

Suchen Sie nun im Startmenü von Windows nach dem Eintrag "Remote Debugger" und starten diesen wieder erneut mit Adminrechten (Rechtsklick -> Als Administrator ausführen).

Ggf. fordert Sie Windows nun auf, Freigaben für die Firewall einzurichten. Hier sind bereits alle Einstellung richtig voreingestellt, sodass Sie nun nur per Button unten die Freigaben einrichten lassen müssen.

Ggf. fordert Sie Windows nun zu einem Neustart auf, ist dies der Fall, dann führen Sie diesen nun bitte aus und öffnen danach erneut den "Remote Debugger" mit Adminrechten wie vorhin.


Hat alles geklappt, sehen Sie nun ein Fenster mit einer Zeile.

In dieser steht bei "Beschreibung" unter anderem Ihr Servername und danach ein Doppelpunkt und eine Zahl. Das ist der Port, den Sie nun im nächsten Schritt in der Firewall freigeben müssen, sowie im Router eine Portweiterleitung eintragen müssen.

Dieser ist im Standard der Port TCP 4022



3. Router und Firewall konfigurieren

Abschließend müssen Sie ihren Router (und ggf. die darin liegende Firewall, ggf. auch weitere Firewalls die Sie einsetzen) nun so konfigurieren, dass diese den TCP Port aus Schritt 2 (im Standard TCP 4022) freigeben.

Das ist je eingesetztem Router und Firewall anders, von daher können wir hier keine allgemeine Anleitung abbilden. In der Regel liefert der Hersteller des Routers / der Firewall aber eine Dokumentation mit aus (ggf. auch nur online), in dem die Schritte erklärt sind.

Hier finden Sie ein Beispiel für z.B. eine gängige FritzBox: https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publication/show/893_Statische-Portfreigaben-einrichten/


Der nächste Schritt ist nun eine Portweiterleitung einzurichten.

Der Hintergrund hierfür ist, dass wenn sich unser Supporter nun von "außen" (sprich von uns aus) über das Internet zu Ihnen verbinden möchte, hat er von Ihnen nur die IP. Damit gelangt dieser zu Ihrem Router. Damit der Router aber nun weiß, an welchen Server im Netzwerk er die Anfrage nun weiterleiten soll, ist die Portweiterleitung nötig.

Auch dieser Schritt ist je eingesetzem Router anders, von daher können wir auch hier keine allgemeine Anleitung abbilden. In der Regel liefern der Hersteller des Routers aber eine Dokumentation mit aus (ggf. auch nur online), in dem die Schritte erklärt sind. Suchen Sie hierzu am besten beim Hersteller nach "Port Weiterleitung" oder auch "Port Forwarding".

Hier finden Sie ein Beispiel für z.B. eine gängige FritzBox: https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7390/wissensdatenbank/publication/show/893_Statische-Portfreigaben-einrichten/ (das ist der gleiche Link wie oben, da man bei dieser FritzBox beides in einem einrichtet, das ist oftmals so bei vielen Herstellern).


4. Welche Daten muss ich marcos software nun zukommen lassen?

Sobald Sie die oben genannten Punkte umgesetzt haben benötigen wir, damit wir ein Remotedebugging durchführen können, von Ihnen die folgenden Daten:

  1. Ihre aktuelle IP Adresse (mit der Sie über das Internet erreichbar sind, nicht ihre lokale IP Adresse). Diese können Sie z.B. hier einsehen: wieistmeineip.de (bitte lassen Sie uns wenn möglich, Ihre IPv4 Adresse zukommen, wenn Sie diese nicht ermitteln können, geht zur Not auch die IPv6 Adresse)
  2. Ein Windows Benutzernamen eines Administratoraccounts
  3. Das zu dem Windows Benutzer zugehörige Kennwort
  4. Den Port, den Sie in Schritt 3 im Router weitergeleitet haben
  5. falls es sich um ein Problem mit einem Marktplatz handelt, dann bitte ebenso die Logindaten zum Händlerbereich des Marktplatzes, sowie betroffene Artikelnummern und/oder Bestellnummern.